No GMO´s!

Veröffentlicht in 1 am April 16, 2009 von deux89

Die Regierung zwingt uns Biosprit zu benutzen

Veröffentlicht in Biokraftstoff am April 3, 2008 von deux89

 

Die stetig wachsende internationale Nachfrage nach Biokraftstoffen ruft nicht nur bei Umweltschützern Unbehagen hervor.                  Ein Großteil der Biokraftstoffe wird nicht nachhaltig produziert und kann daher kein Teil der Lösung von Umweltproblemen sein. Die Entwicklung auf dem Biokraftstoff-Sektor ist an diesem Donnerstag Thema einer internationalen Konferenz in Brüssel. Als Gastgeber erwartet EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dazu unter anderem Brasiliens Staatspräsidenten Luiz Inacio Lula da Silva. Lula hatte im vergangenen Jahr einen Biokraftstoff-Plan entwickelt, der die Gewinnung von Biodiesel aus Soja vorsieht.
Brasilien gilt bei Umweltschützern als eines der Länder, das am meisten unter der starken Nachfrage nach Biokraftstoffen leidet. Für den Anbau von Zuckerrohr und Soja wurden bereits weite Teile des Regenwaldes am Amazonas abgeholzt. Wir verfolgen das mit großer Sorge. Zwar werde Zuckerrohr nicht immer direkt in Regenwaldgebieten angebaut: Der Anbau sorgt aber dafür, dass die Viehzucht aus dem Süden in den Norden ausweichen muss und damit den Regenwald gefährdet. Zu den größten Biokraftstoff-Exporteuren weltweit zählen Indonesien und Malaysia. In den südostasiatischen Ländern gehöre Palmöl mittlerweile zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Für die profitablen Plantagen würden große Flächen Urwald niedergebrannt. „Beide Länder zählen im Moment zu unseren größten Problemkindern. Der größte Teil des gewonnenen Öls gehe nach Europa, am meisten importiere Schweden.
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Deutschland beziehe die Biotreibstoffe dagegen noch überwiegend aus Europa, sagte die Expertin. Die Europäische Union hatte sich im März darauf verständigt, den Anteil von Biotreibstoffen am gesamten Kraftstoffverbrauch bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent zu steigern. Man bezweifelt, ob ein Gütesiegel für die umweltschonende Herstellung von Biokraftstoffen Sinn mache. Bisher gibt es noch keinen Vorschlag für ein solches System, der uns vollkommen überzeugt hat. Wichtig sei, dass durch die Gewinnung von Biokraftstoffen kein Schaden an natürlichen Ökosystemen entsehe, keine zusätzlichen Treibhausgase produziert würden und es keine Nahrungsmittelknappheit gebe. Dies war zu Beginn des Jahres in Mexiko der Fall, wo wegen der großen Nachfrage nach Ethanol-Sprit aus den USA das mexikanische Grundnahrungsmittel Mais knapp wurde. Viel besser als die Nutzung von erneuerbaren Energien wäre es daher nach wie vor, einfach den Stromverbrauch zu senken.

„Die große Bio-Lüge“
Berlin – Vorreiter will Deutschland beim Kli­maschutz sein, also auch bei den erneu­erba­ren Ener­gien. Doch das hek­tische Umsteu­ern hat Folgen, die alles andere als umwelt­freund­lich sind: Regen­wäl­der werden abge­holzt und Nah­rungs­mit­tel teurer, weil Rie­sen­flächen zum Anbau der begehr­ten Roh­stoffe benötigt werden.
„Die große Bio-Lüge“, nennt das Thomas Hen­ningsen von Green­peace. Auch die Bun­des­regie­rung hat das Problem erkannt und will ein Kon­troll­sys­tem ein­führen – eine Art Bio-Sie­gel für so genannte Bio-Kraft­stof­fe. Ein Konzept zur Zer­tifi­zie­rung von Palmöl aus Indo­nesien oder Sojaöl aus Bra­silien ist in Arbeit. Doch Umwelt­schüt­zern reicht dies bisher nicht.
Abholzen fürs Öko-Siegel
Nach­wach­sende Roh­stoffe werden in Deutsch­land und auch in anderen europäi­schen Ländern zuneh­mend zur Gewin­nung von Strom, Wärme oder Kraft­stof­fen ein­gesetzt. Mit För­der­pro­gram­men unter­stützt die Bun­des­regie­rung dies seit einigen Jahren. Umwelt­minis­ter Siegmar Gabriel (SPD) zog am Don­ners­tag eine Bilanz zum Erneu­erbare-Ener­gien-Gesetz (EEG) und kün­digte schon mal an, dass Palmöl aus der Ver­gütung aus­geschlos­sen werden solle, so lange es kein wirk­sames System zur Über­wachung der Pro­duk­tion gebe.
87 Prozent der Regenwald-Abhol­zung in Südo­stasien zwi­schen 1995 bis 2000 gehen den Grünen zufolge darauf zurück, dass neue Pal­möl-Plan­tagen ange­legt wurden. Etwa ein Viertel des impor­tier­ten Palmöls werde in der EU inzwi­schen für Strom, Wärme oder Kraft­stoffe ver­wen­det – Tendenz stei­gend. Ähnlich alar­mie­rende Berichte kommen aus Bra­silien, wo neben der Aus­wei­tung der Zucker­rohr-Plan­tagen für Ethanol auch immer mehr Sojaöl in der Ama­zonas­region erzeugt wird. Solche Roh­stoffe sind bil­liger als etwa Rapsöl aus Europa.
Goldgräberstimmung
„Goldgräberstimmung“ herrsche in diesen Län­dern, sagt Hen­ningsen. „Das hat mit Bio gar nichts mehr zu tun“. Es gehe vor allem darum, die Ener­gie-Abhän­gig­keit zu ver­rin­gern. Und so atta­ckie­ren die Umwelt­ver­bände die EU-Vor­gabe, den Anteil von Biosprit bis 2010 von derzeit unter fünf auf zehn Prozent zu stei­gern. Mit den Agrar­flächen in Europa sei dies nicht zu errei­chen. Auch Thorben Becker, Ener­gie­refe­rent beim BUND, sagt, Bio­masse sei ander­wei­tig sinn­vol­ler ein­setzbar.
Einig sind sich zwar alle darin, dass die Ziele bei den erneu­erba­ren Ener­gien lang­fris­tig zwar richtig seien, dass Aus­wüchse aber nur durch effek­tive Kon­trol­len ver­hin­dert werden könn­ten. Die bisher ange­streb­ten Kri­terien von Bun­des­land­wirt­schafts- und Bun­desum­welt­minis­terium, für die es einen ersten Entwurf gibt, reichen den Umwelt­schüt­zern jeden­falls nicht. Min­dest­stan­dards nicht nur zur Ver­hin­derung der Abhol­zung, sondern auch soziale Kri­terien ver­lan­gen sie – etwa, dass keine Felder für Nah­rungs­mit­tel auf­gege­ben werden dürf­ten. Die Tor­tilla-Krise in Mexiko, wo der Preis für dieses Grund­nah­rungs­mit­tel aus Mais sprung­haft ange­stie­gen ist, gilt als Alarm­zeichen.
Gesamtkonzept gefordert
Wegen handelsrechtlicher Hemmnisse ist noch unklar, ob soziale Kri­terien oder Kri­terien zu Arbeits­stan­dards in das geplante Zer­tifi­zie­rungs­sys­tem auf­genom­men werden. Jan Henke von meó con­sul­ting, einer Bera­tungs­firma, die zusam­men mit Exper­ten, NGOs, Pro­duzen­ten und Händ­lern für das Bun­des­land­wirt­schafts­minis­terium ein Zer­tifi­zie­rungs­kon­zept aus­gear­bei­tet hat, nennt drei zen­trale Punkte: die Aus­wir­kung auf den Regen­wald und die Arten­viel­falt sowie ins­gesamt die Treib­haus­gas-Bilanz des Pro­dukts. Die Kon­trolle etwa auf Plan­tagen vor Ort sollen zuge­las­sene „Zer­tifi­zie­rer“ über­neh­men. Mög­lichst dieses Jahr soll dazu ein Pilot­pro­jekt starten.
So lange solch ein Zertifizierungs­system aber noch nicht besteht, ver­lan­gen Umwelt­schüt­zer wie Hen­ningsen ein Mora­torium beim Import der nach­wach­sen­den Roh­stoffe. Die Indus­trie für „Agro-Kraft­stof­fe“ richte zu große Kli­maschä­den an. „Wir brau­chen ein Gesamt­kon­zept – am besten EU- oder welt­weit.“ An dem Punkt sind sie sich mit dem Bun­desum­welt­minis­terium auch einig: Mit­tel­fris­tig soll eher durch Inno­vatio­nen oder Effi­zienz, etwa gerin­geren Kraf­stoff­ver­brauch, das Problem der Roh­stoff-Nach­frage ver­rin­gert wer­den.
Nobelpreisträger Michel kritisiert Einsatz von Biosprit
Der Chemie-Nobelpreisträger Hartmut Michel kritisiert den verstärkten Einsatz von Biosprit in der Europäischen Union. Die in der EU bestehende Pflicht zur Beimischung in herkömmliche Kraftstoffe sei unter Umweltgesichtspunkten «extrem negativ» und rechne sich überhaupt nicht, sagte Michel. Sie sollte vor allem wegen ihrer «verheerenden Auswirkungen» auf die Regenwälder sofort abgeschafft werden.
Da die Herstellungskosten in Europa nicht mit denen in der Dritten Welt vergleichbar seien, werde man gezwungen, etwa Palmöl aus Indonesien einzuführen, erklärte Michel. Gerade die Palmölproduktion in Indonesien führe aber dazu, dass Regenwälder abgeholzt oder niedergebrannt würden. Dann würden dort Ölpalmenplantagen angelegt, und das Palmöl werde in Biodiesel umgewandelt. Bei der Brandrodung werde so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass man mehr als 100 Jahre brauche, um dieses Kohlendioxid wieder zu binden. Das gleiche gelte für Importe von Biodiesel auf der Basis von Sojabohnen aus Brasilien.
Auch die Unterstützung der EU und der Bundesregierung für den Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen ist laut Michel aus ökologischer Sicht völlig sinnlos. Diese Politik führe mit Hilfe von Subventionen lediglich zu einer Einkommenserhöhung der Landwirtschaft. «Das ist der Hauptgrund, warum das passiert.»
Als Alternative zur Verwendung von Biomasse schlug Michel die direkte Verwendung in Form von Holz vor. «Das wäre wesentlich sinnvoller.» Wenn etwa Holzpellets von der schnell wachsenden Pappel anstelle von Erdöl oder Erdgas zum Heizen genommen würden, könnten mit dem eingesparten Erdöl oder Erdgas Autos betrieben werden. «Der Vorteil: Es wird keine Energie aus fossilen Quellen für die Umwandlung der Biomasse in Biodiesel oder sonstige Motorkraftstoffe eingesetzt.»
Michel erhielt 1988 den Nobelpreis und arbeitet am Frankfurter Max-Planck-Institut für Biophysik.

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Campina und Gentechnik?

Veröffentlicht in Campina am April 2, 2008 von deux89

Campina

Ich habe mir neulich die Frage gestellt, ob denn bei Campina wirklich alles so natürlich ist, wie immer behauptet wird…

Deshalb habe ich mich an den Kundenservice von Campina gewendet und folgende Stellungnahme erhalten:

Sehr geehrter Herr G.,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage in der Sie Ihrer Sorge bezüglich unserer Produkte im Zusammenhang
mit gentechnisch veränderten Futtermitteln Ausdruck verleihen.

Wir dürfen Ihnen versichern, dass das Wohl und die Interessen des Verbrauchers für uns immer an
erster Stelle stehen. Deshalb sind all unsere Produkte von allerbester Qualität. Die Kühe unserer
Milchviehhalter fressen überwiegend Futter, das die Bauern selbst anbauen und das vor allem aus
Gras besteht. Darüber hinaus erhalten die Tiere zu einem geringen Anteil Kraftfutter, das notwendig
ist, um eine ausreichende Eiweißversorgung zu gewährleisten. In Europa besteht seit jeher eine
Unterversorgung mit eiweißhaltigen Futtermitteln. Europa ist daher gezwungen, pflanzliches Eiweiß
aus Drittländern zu importieren. Wichtigste Eiweißpflanzen für den Futtermittelsektor sind Sojabohnen
und Raps. Darüber hinaus dienen die Nebenprodukte aus der Verarbeitung von Mais – Maiskleber und
Maiskeimschrot – ebenfalls der Eiweißversorgung.

Die Hauptexportländer für diese Eiweißpflanzen sind die USA, Argentinien und Brasilien. In diesen
Ländern werden überwiegend gentechnisch veränderte Eiweißpflanzen angebaut. Soweit diese Pflanzen
in Futtermitteln eingesetzt werden, müssen sie nach EU-Recht zugelassen sein. Eine Zulassung wird
nur dann erteilt, wenn die gentechnisch veränderten Produkte keine nachteiligen Auswirkungen auf
die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt haben und den Verbraucher oder Anwender nicht irreführen.
Dies prüft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority, EFSA genannt).
Unsere Milchviehhalter beziehen ihre Futtermittel ausschließlich von zertifizierten Lieferanten,
die nur solche Soja- und Maissorten verwenden, die auch in Europa zugelassen sind.

Die Qualität der Milch und Milchprodukte bleibt vom Einsatz der Futtermittel unberührt. Mit dem Futter
zugeführte Komponenten werden im Verdauungstrakt der Tiere abgebaut. Insoweit wirkt sich die
Verfütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht auf die Milch aus. Das ist wissenschaftlich
erwiesen und das ist der Grund, warum der EU-Gesetzgeber mit Zustimmung der Bundesregierung keine
Kennzeichnung von Lebensmitteln vorsieht, die von Tieren stammen, die gentechnisch veränderte
Futtermittel aufgenommen haben.

Dennoch wissen wir, dass die Verbraucher in Deutschland mehrheitlich GVO-freie Nahrungsmittel
wünschen. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, mit unseren Landliebe-Bauern ein Viehfutter-Konzept
zu entwickeln, das auf dem Einsatz ausschließlich einheimischer Pflanzen basiert. Dies bedeutet, dass
künftig nur noch heimische Pflanzen als Futtermittel eingesetzt werden dürfen. Mit dieser Umstellung
werden wir die wichtigste Quelle für GVO-Futter ausschalten. Unsere Gespräche mit Umwelt- und
Verbraucherschutzverbänden zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wir hoffen, Ihre Anfrage damit beantwortet zu haben. Campina steht für sichere und auf
vertretbare Weise produzierte Nahrungsmittel, jetzt und in der Zukunft. Diesem Prinzip
gilt unser ständiges Augenmerk und unser Streben.
Mit freundlichen Grüßen

i. V. R. Eder-Wörthmann

Der angeblich bekannte Mangel an Eiweißreichen Futtermitteln in Europa rechtfertigt noch lange nicht die ungefragte Benutzung von genetisch veränderten Pflanzen. Es ist bekannt, dass Campina mit dem Saatguthersteller Monsanto (der Saatgut genetisch modifiziert) zusammenarbeitet, der nachweisbar dafür verantwortlich ist, dass in Südamerika der Regenwald gerodet wird für Sojafelder (etc.).

Will man als Verbraucher von Campina Joghurt und Milch immer mitverantwortlich sein für die Vernichtung des Regenwaldes und der nachhaltigen kontamination mit genetisch veränderten Organismen? Dem Unternehmen Campina ist es anscheinend egal, ob wir überhaupt solche Produkte beziehen wollen, die mehr als nachteilig für uns und die gesamte Umwelt sind.

Desweiteren vermarktet Campina im „Deckmantel“ von Landliebe, Fruttis und Optiwell Produkte die ebenfalls auf Basis genveränderter Futtermittel basieren. Durch dessen Anbau in (z.B.) Südamerika, wird die Umwelt (Regenwald etc.) nachhaltig zerstört und die natürlich vorhandenen Ressourcen werden durch GVO unwiderruflich kontaminiert.

                                                                                                                                         

Zulassungssituation

  • 1. In Europa sind derzeit acht gentechnisch veränderte Pflanzenlinien als Futtermittel zugelassen. Es handelt sich dabei um eine Sojabohnensorte (Roundup-Ready), fünf Mais- und drei Rapslinien, die verschiedene Herbizid- und Insektizidresistenzen aufweisen. Auf der Basis dieser sog. „Events“ können eine Vielzahl von Sorten gezüchtet werden.
  • 2. Auch Vitamine, Enzyme und andere Zusatzstoffe werden heutzutage zunehmend mittels gentechnisch veränderter Organismen hergestellt.

(Dieser Bericht ist noch offen und wird fortgesetzt…)

 

Möchten Sie sich selbst bei Campina persönlich informieren zum Thema Genfood und Futtermitteln, Regenwald, Monsanto oder Irreführung der Verbraucher durch den Begriff „Natürlich“?

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